„Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ ist kein Lied für fröhliche
Wandertage. Mit beinahe gerissenem Einsatz der reichen
barocken Emblematik male Gerhardt, so seine Biographin
Petra Bahr,vielmehr Bilder vor Augen, die eine gute Ordnung
der Welt versprechen, wo alle Ordnungen der Welt brüchig
sind. Bild und Text legen sich in der Emblemkunst des Barock
gegenseitig aus: das was sich zeigt, ist das, was gesagt wird –
und umgekehrt. „Ich wills vor Augen stellen“, dichtet Gerhardt
immer wieder und schmuggle so seine Dichtungstheorie in
seine Lieder ein. Dabei teile er die Obsession seiner Zeit. „Sie
ist den Bildern nämlich ähnlich verfallen wie wir heute“. In
Lübben bei Bad Lübbenau hat Gerhard seine letzten Jahre
verbracht. Stumm. Warum? Der Spreewald bietet die Kulisse
wie später auch für Fontane. Mit Gerhard Fontane lesen. Der
Mai ist die beste Zeit für eine gemächliche Kahnfahrt durch
Schleusen, Dörfer und das Bioreservat
Referenten: Dr. Henning von Wedel, Wolfgang Teichert
Kosten: pro Person im DZ 470 Euro, inkl. Frühstück und Seminar;
pro Person im EZ 570 Euro
Ort: VHS Hotel Bad Lübbenau.
Tageslosung für
20.05.12
Psalm 50,23, Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.